Ökologische Züchtungsinitiative übernimmt staatliches Zuchtprogramm

Die Getreidezüchtung Peter Kunz (GZPK) in der Schweiz startete im Herbst 2012 ihre Triticale-Züchtung in einem stark vergrösserten Umfang. Die aus Weizen (Triticum durum) und Roggen (Secale cereale) gezüchtete Kulturpflanze ist erst gut 100 Jahre alt, vor etwa 50 Jahren wurde die Züchtung an der extrem vitalen Pflanze intensiviert. Umfangreiche Aufbauarbeit bei der Triticale-Züchtung wurde über vier Jahrzehnte auch an der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope Changins geleistet. Aus Pflanzen, die anfangs wenige und oft kümmerliche Körner ausgebildet haben, entstanden dank intensiver Kreuzungs- und Selektionsarbeit Sorten, die sich aufgrund ihrer Gesundheit, Ertragstreue und Standfestigkeit bewährt haben. Doch im vergangenen Herbst wurde das staatliche Zuchtprogramm aus Spargründen eingestellt. Das gesamte Zuchtmaterial hat nun die GZPK übernommen, die schon seit 30 Jahren an der Qualität von Triticale arbeitet. Da die beiden Zuchtprogramme auf sehr unterschiedlichem genetischem Ausgangsmaterial aufbauen, werden ihre Zusammenführung und die Weiterarbeit spannend werden. Bislang als Futtergetreide verwendet, könnte Triticale bei entsprechender Qualitätssteigerung auch ein gutes Brotgetreide werden.