Saatgutlizenzen und freiwillige Nachbaugebühren zur Mitfinanzierung der Entwicklung neuer Sorten

Wie bei anderen Züchtern kommt auch bei der GZPK ein Teil der Einnahmen für die Weiterarbeit aus Sortenlizenzen auf dem Saatgut. Je nach Sorte und Land beträgt die Lizenz etwa 10 Euro pro Dezitonne verkauftes Z-Saatgut.

Grundsätzlich wollen wir ein partnerschaftliches Verhältnis zu allen Nutzniessern unserer Sorten aufbauen und pflegen. Damit auch in Zukunft neue Getreidesorten von hoher Qualität gezüchtet werden können, braucht es eine gemeinsame Finanzierung der hohen Aufwendungen durch alle Nutzniesser. Gewöhnlich erfolgt dies über Saatgutlizenzen und Nachbaugebühren. Die GZPK strebt keine Zusammenarbeit mit der deutschen Saatgut-Treuhand zur Eintreibung der Nachbaugebühren an. Wir bauen auf die Einsicht in die Notwendigkeit und die Bedeutung der Fortführung unserer Züchtungsprojekte.

Zur möglichst einfachen Abwicklung suchen wir Gesamtlösungen mit Verarbeitern und Erzeugergemeinschaften. In diesem Fall brauchen sich die Landwirte um die Entrichtung von Sortenentwicklungsbeiträgen nicht weiter zu kümmern.

Für selbstvermarktende Betriebe gibt es eine einfache Selbst-Deklaration. Die Offenlegung von Betriebsdaten ist nicht nötig. Der Sortenentwicklungsbeitrag ist mengenabhängig, was bedeutet, dass ertragsschwache Standorte nicht stärker belastet werden. Der einbezahlte Sortenentwicklungsbeitrag geht zu 100% in unsere Züchtungsprojekte.

Rechtsverständnis

Züchtung ist heute eine arbeitsteilige Leistung, die bewertet und finanziert werden muss. Nach internationalem Sortenrecht (UPOV) bekommt der Züchter ein Schutzrecht. Die Saatgutvermehrung und der Nachbau im eigenen Betrieb unterliegen damit prinzipiell der Vertragspflicht.

Nach unserer Auslegung und Handhabung wird ein Nachbau-Sortenentwicklungsbeitrag in dem Moment fällig, wo ein gewerblicher Nutzen mit der vermehrten Sorte erzielt wird. Damit ist das Recht der Landwirte auf Selbstversorgung jederzeit gewährleistet. Nicht erlaubt ist jedoch die Abgabe von Saatgut und Getreide zur Aussaat an andere Betriebe. Da gilt in jedem Fall das Saatgutverkehrsgesetz!

 

 

Konkret…..

Das erste Saatgut muss von jedem Betrieb als Z-Saatgut selber zugekauft werden. Die GZPK begrüsst den Nachbau ihrer Sorten ohne Einschränkung, zur Qualitätssicherung (Keimfähigkeit, Triebkraft,  Brandfreiheit, Sortenechtheit usw.) empfehlen wir eine jährliche Saatguterneuerung von 30 bis 50%.

Der Beitrag kann auf zwei Arten berechnet werden:

A: 5 Euro (CHF 5.50) pro Tonne Brotweizen
Beispiel: Verkauf 40 Tonnen Brotweizen → 40 x € 5.00 = € 200.00

B: 20 Euro (CHF 23) pro Hektar Weizenaussaat
Beispiel: Aussaat von Weizen auf 10 ha → 10 x € 20.00 = € 200.00

C: 40 Euro (CHF 46) pro Hektar Mais

Überweisungen in EURO bitte auf unser €-Konto bei der Raiffeisenbank rechter Zürichsee: IBAN: CH43 8148 1000 0025 0523 7, BIC: RAIFCH22E81, Getreidezüchtung Peter Kunz, 8714 Feldbach, Vermerk: Sortenentwicklung

Überweisungen in CHF bitte auf unser CHF-Konto bei der Raiffeisenbank rechter Zürichsee: IBAN CH40 8148 1000 0025 0529 1, Getreidezüchtung Peter Kunz, Feldbach, Vermerk: Sortenentwicklung

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DOWNLOAD Nachbau Formular SCHWEIZ